Bianca Kloses Praxis, ihre Arbeit, Projekte, Gründungen etc
Initiative Recherche und Reflexion
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Auflistung der Projekt-Gründungen
Die Politikwissenschaftlerin und Antifaschistin Bianca Klose (1973–2026)
hat über Jahrzehnte hinweg die demokratische Zivilgesellschaft maßgeblich geprägt
und unter dem Dach des Vereins für Demokratische Kultur in Berlin (VDK) e.V.,
dessen Geschäftsführerin sie war, zahlreiche renommierte Initiativen aufgebaut.
Hier ist die Liste der von ihr gegründeten bzw. maßgeblich initiierten Organisationen und Projekte:
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) (Gegründet 2001):
Als Pionierin der Mobilen Beratung baute sie die MBR auf und leitete sie über 25 Jahre.
Die MBR unterstützt Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung im Umgang mit Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus.
[1] (https://www.instagram.com/p/DZ7Ag1wFZRN/),
[2] (https://2019.stadt-nach-acht.de/speaker/bianca-klose/index.html),
[3] (https://www.mbr-berlin.de/abschied-von-bianca-klose-stimme-gegen-rechtsextremismus/)
Bundesverband Mobile Beratung (BMB) (Mitbegründet 2014):
Sie war eine der treibenden Kräfte bei der Gründung des Dachverbandes,
der die mobilen Beratungsteams aller Bundesländer vernetzt,
und war langjähriges Vorstandsmitglied.
[1] (https://bundesverband-mobile-beratung.de/artikel/wir-trauern-um-bianca-klose/),
[2] (https://www.campact.de/blog/2026/09/bianca-klose-danke-fuer-alles-nachruf/)
Projekte und Initiativen (unter dem VDK e.V.)
Berlin gegen Nazis (Gegründet 2014):
Eine von ihr ins Leben gerufene Mobilisierungs- und Informationsplattform.
Sie unterstützt Berlinerinnen und Berliner dabei,
sich aktiv an Protesten gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Verschwörungsideologien zu beteiligen.
[1] (https://www.mbr-berlin.de/pm-bianca-klose-geschaeftsfuehrerin-des-vdk-projektleiterin-mbr-verstorben/)
Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS Berlin) (Initiiert 2015):
Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen ins Leben gerufen.
Das Berliner Modell diente als bundesweites Vorbild für den Aufbau eines flächendeckenden Meldenetzwerks für antisemitische Vorfälle.
[1] (https://www.mbr-berlin.de/pm-bianca-klose-geschaeftsfuehrerin-des-vdk-projektleiterin-mbr-verstorben/)
Projekt „REGISHUT“:
Ein von ihr initiiertes Projekt zur gezielten Sensibilisierung und Fortbildung der Berliner Polizei beim Thema Antisemitismus.
[1] (https://www.campact.de/blog/2026/09/bianca-klose-danke-fuer-alles-nachruf/)
Projekt „DiRex“ (Direkte Intervention bei Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus im schulischen Kontext): Ein praxisorientiertes Interventionsprojekt für den Bildungsbereich.
[1] (https://www.mbr-berlin.de/ueber-die-mbr/)
Für ihren unermüdlichen und mutigen Einsatz wurde Bianca Klose im Jahr 2012 mit dem Verdienstorden des Landes Berlin ausgezeichnet. [1] (https://www.campact.de/blog/2026/09/bianca-klose-danke-fuer-alles-nachruf/)
Möchtest du nähere Informationen zu der Arbeitsweise eines bestimmten Projekts oder suchst du nach aktuellen Publikationen und Handreichungen, die aus diesen Initiativen hervorgegangen sind?
Bianca Klose übte in den von ihr aufgebauten und unterstützten Strukturen zentrale Leitungs- und Führungsfunktionen aus. Ihre wichtigsten offiziellen Positionen umfassten: [1] (https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/die-berliner-zivilgesellschaft-verliert-eine-ihrer-wichtigsten-stimmen-und-gerade-jetzt-wird-sie-fehlen-167701/), [2] (https://bundesverband-mobile-beratung.de/artikel/wir-trauern-um-bianca-klose/)
Geschäftsführerin des Vereins für Demokratische Kultur in Berlin (VDK) e.V.: In dieser Rolle verantwortete sie die strategische und administrative Leitung des gesamten Trägervereins, unter dessen Dach Großprojekte wie die MBR oder Berlin gegen Nazis angesiedelt sind. [1] (https://www.mbr-berlin.de/pm-bianca-klose-geschaeftsfuehrerin-des-vdk-projektleiterin-mbr-verstorben/), [2] (https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/die-berliner-zivilgesellschaft-verliert-eine-ihrer-wichtigsten-stimmen-und-gerade-jetzt-wird-sie-fehlen-167701/)
Projektleiterin / Leiterin der Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR): Nach der Gründung im Jahr 2001 stand sie der MBR über 25 Jahre lang als operative und inhaltliche Leiterin vor. [1] (https://www.facebook.com/MbrBerlin/videos/mbr-projektleiterin-bianca-klose-zum-abschied-von-anetta-kahane-amadeu-antonio-s/4378430905589631/), [2] (https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/die-berliner-zivilgesellschaft-verliert-eine-ihrer-wichtigsten-stimmen-und-gerade-jetzt-wird-sie-fehlen-167701/), [3] (https://de.wikipedia.org/wiki/Bianca_Klose)
Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Mobile Beratung (BMB) e.V.: Nach der Mitgründung des Dachverbandes im Jahr 2014 gestaltete sie dessen bundesweite Ausrichtung jahrelang (bis 2023) im Vorstand aktiv mit. [1] (https://bundesverband-mobile-beratung.de/artikel/wir-trauern-um-bianca-klose/)
Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Demokratieentwicklung sowie der BAG Mobile Beratung: Hier fungierte sie als zentrale Stimme und politische Vertretung der zivilgesellschaftlichen Beratungslandschaft auf Bundesebene. [1] (https://bundesverband-mobile-beratung.de/artikel/wir-trauern-um-bianca-klose/)
Expertin und Beraterin in politischen Gremien: Sie trat regelmäßig als Sachverständige bei Fachtagungen sowie in Landes- und Bundesausschüssen auf und schultet Parteien, Verwaltungen sowie Gewerkschaften. [1] (https://ballhausnaunynstrasse.de/person/bianca_klose/)
Möchtest du mehr darüber erfahren, wie sie diese Doppelrolle als Geschäftsführerin und Projektleiterin ausgefüllt hat, oder interessierst du dich für ihre politischen Positionen (wie den Widerstand gegen die sogenannte „Extremismusklausel“)?
Bianca Kloses Wirken zeichnete sich durch eine enge Verzahnung von strategischer Verbandsleitung und kompromissloser politischer Haltung aus. [1] (https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/die-berliner-zivilgesellschaft-verliert-eine-ihrer-wichtigsten-stimmen-und-gerade-jetzt-wird-sie-fehlen-167701/), [2] (https://www.mbr-berlin.de/abschied-von-bianca-klose-stimme-gegen-rechtsextremismus/)
Die Doppelrolle: Strategie und operative Basisarbeit
Als Geschäftsführerin des VDK e.V. und gleichzeitige Leiterin der MBR Berlin gelang Bianca Klose ein seltener Spagat: [1] (https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2026/06/berlin-bianca-klose-mobile-beratung-rechtsextremismus-gestorben.html), [2] (https://de.wikipedia.org/wiki/Bianca_Klose)
Als Geschäftsführerin des VDK e.V. und gleichzeitige Leiterin der MBR Berlin gelang Bianca Klose ein seltener Spagat: [1] (https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2026/06/berlin-bianca-klose-mobile-beratung-rechtsextremismus-gestorben.html), [2] (https://de.wikipedia.org/wiki/Bianca_Klose)
Praxisnähe statt Elfenbeinturm: Trotz ihrer Managementpflichten blieb sie bis zuletzt tief in der Praxis verankert. Sie suchte den direkten Austausch auf Augenhöhe – ob mit Betroffenen rechter Gewalt, lokalen Vermietern zur Verhinderung von Nazitreffpunkten oder Spitzenbeamtinnen wie der ehemaligen Polizeipräsidentin Margarete Koppers. Sie galt in der Berliner Politik und Zivilgesellschaft als unersetzliche „Brückenbauerin“. [1] (https://www.berlin.de/ba-treptow-koepenick/aktuelles/pressemitteilungen/2026/pressemitteilung.1684765.php), [2] (https://de.wikipedia.org/wiki/Bianca_Klose), [3] (https://www.campact.de/blog/2026/09/bianca-klose-danke-fuer-alles-nachruf/)
Der Kampf gegen die „Extremismusklausel“
Ein Meilenstein ihres politischen Engagements war ihr energischer Widerstand gegen die im Jahr 2011 von der damaligen Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) eingeführte Extremismusklausel (auch bekannt als Demokratieerklärung): [1] (https://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2010/11/15/4983_4983)
Der Hintergrund: Initiativen, die staatliche Fördergelder gegen Rechtsextremismus beantragten, mussten schriftlich bestätigen, dass sie sich zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung bekennen und zudem garantieren, dass ihre Projektpartner (z. B. Referenten) ebenfalls „extremismusfrei“ agierten.
Kloses Kritik: Bianca Klose bekämpfte diese Klausel öffentlich und scharf. Sie sah darin eine bürokratische Belastung, vor allem aber eine Kultur des Generalverdachts und eine juristisch wie demokratiepolitisch ungeeignete "Verdachtskultur". Sie argumentierte leidenschaftlich, dass ziviles Engagement gegen Neonazismus und Rassismus kein Sicherheitsrisiko darstellt, sondern ein unerlässlicher Teil der Lösung ist. [1] (https://bagkr.de/bagd-und-bagkr-fordert-restlose-streichung-der-extremismusklausel/), [2] (https://taz.de/CDU-setzt-in-Mitte-Extremismusklausel-durch/!5109546/), [3] (https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/die-berliner-zivilgesellschaft-verliert-eine-ihrer-wichtigsten-stimmen-und-gerade-jetzt-wird-sie-fehlen-167701/), [4] (https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/streit-ueber-extremismusklausel-extreme-kehrtwende-12747449.html)
Der Erfolg: Auch durch ihren beharrlichen Druck – gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft – wurde die Klausel Anfang 2014 unter der neuen Bundesregierung wieder restlos gestrichen, was sie als wichtigen "Etappensieg" feierte. [1] (https://bagkr.de/bagd-und-bagkr-fordert-restlose-streichung-der-extremismusklausel/)
Erweiterung des Beratungsansatzes
In ihren späteren Jahren trieb sie maßgeblich voran, das Know-how der Mobilen Beratung weit über die klassische Antifa-Arbeit hinaus zu tragen. Sie weitete Konzepte auf den Kunst-, Kultur- und Bildungssektor aus. Durch von ihr verantwortete Handreichungen (wie „Alles nur Theater?“ oder „Alles nur leere Worte?“) half sie Institutionen, sich gegen rechtspopulistische Unterwanderung und Einschüchterungsversuche strategisch zu wappnen. [1] (https://de.wikipedia.org/wiki/Bianca_Klose)
Möchtest du einen tieferen Einblick in eines ihrer konkreten Konzepte (z. B. wie die MBR konkret bei Vorfällen berät) oder interessiert dich der Inhalt einer bestimmten Handreichung?
Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) verfolgt unter dem von Bianca Klose geprägten Ansatz ein klares Prinzip: „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die Beratung setzt genau dort an, wo Menschen vor Ort mit Rechtsextremismus, Rassismus oder Antisemitismus konfrontiert sind.
Hier ist die genaue Übersicht über das Beratungskonzept und eine ihrer wichtigsten Handreichungen:
1. Das Beratungskonzept: Wie arbeitet die MBR?
Die MBR wird erst aktiv, wenn sie von Betroffenen, Institutionen oder Bürger*innen kontaktiert wird (keine staatliche Intervention von oben). Der Ansatz basiert auf vier Säulen:
Lokaler Fokus & Umfeldanalyse:
Tritt in einem Kiez, einer Schule oder einem Verein ein Vorfall auf, analysiert die MBR die lokalen Strukturen.
Wer agiert dort?
Welche Dynamiken gibt es?
Ressourcenorientierung:
Die MBR bringt keine fertigen Lösungen mit. Stattdessen erarbeitet sie gemeinsam mit den Ratsuchenden eine Strategie, die zu deren Möglichkeiten passt. Ziel ist es, die demokratischen Akteure vor Ort langfristig handlungsfähig zu machen.
Schweigepflicht & Vertraulichkeit: Beratungsprozesse sind vertraulich. Dies schafft den nötigen Schutzraum für Schulen, Verwaltungen oder Kulturbetriebe, um Probleme offen anzugehen.
Interdisziplinäres Team: Das Team besteht aus Expert*innen der Politikwissenschaft, Soziologie und Psychologie, um Vorfälle sowohl politisch einordnen als auch menschlich begleiten zu können.
2. Fokus-Handreichung: „Alles nur Theater?“
Unter Bianca Kloses Leitung reagierte die MBR frühzeitig darauf, dass die extreme Rechte verstärkt den Kultur- und Bildungsbereich ins Visier nahm (z. B. durch Störungen von Theaterstücken, Einschüchterung von Kunstschaffenden oder parlamentarische Anfragen).
Die Handreichung „Alles nur Theater?“ (MBR Berlin) bietet dafür konkrete Handlungsmaximen:
Situation / HerausforderungStrategische Handlungsempfehlung der MBR
Gezielte Provokationen im Saal
Hausrecht konsequent nutzen. Klare Statements vor Beginn der Veranstaltung setzen, was im Raum toleriert wird und was nicht.
Einschüchternde Anfragen von rechts
Sachlich, aber bestimmt antworten. Keine inhaltliche Rechtfertigung für die künstlerische Freiheit oder die Wahl von Kooperationspartnern liefern.
Rechte Unterwanderung von Beiräten
Solidarische Netzwerke mit anderen Kulturinstitutionen im Kiez bilden. Sichtbare Positionierung für Vielfalt im Leitbild verankern.
Die Handreichung betont, dass Kulturinstitutionen keine "neutralen" Räume im Sinne von Wertfreiheit sein müssen, sondern aktiv die Freiheit der Kunst und demokratische Werte verteidigen dürfen und sollten.
Möchtest du, dass ich dir weitere Handreichungen (z. B. zum Thema Umgang mit Rechtsextremismus in der Schule oder in der Verwaltung) heraussuche, oder interessiert dich eine konkrete Fallsimulation, wie eine solche Beratung abläuft?
Möchtest du, dass ich dir weitere Handreichungen (z. B. zum Thema Umgang mit Rechtsextremismus in der Schule oder in der Verwaltung) heraussuche, oder interessiert dich eine konkrete Fallsimulation, wie eine solche Beratung abläuft?
Fallsimulation: Rechte Unterwanderung in einem Sportverein
Ausgangslage (Das Problem): Die Vorstandsmitglieder eines etablierten Berliner Breitensportvereins bemerken, dass eine neu eingetretene Gruppe von Kampfsportlern gezielt junge Vereinsmitglieder anspricht, rassistische Sprüche in der Kabine verbreitet und Kleidung mit Szene-Codes trägt. Der Vorstand fühlt sich überfordert und kontaktiert die MBR. [1] (https://www.mbr-berlin.de/)
Der Beratungsprozess in 3 Schritten
1. Wahrnehmen (Erstkontakt & Problembeschreibung)
Die MBR reagiert ausschließlich auf Nachfrage. In einem ersten vertraulichen Gespräch schildert der Vorstand die Situation. [1] (https://www.mbr-berlin.de/wie-wir-beraten/), [2] (https://www.mbr-berlin.de/wie-wir-beraten/)
Aktion der MBR: Es wird ein geschützter Raum geschaffen, in dem die Verantwortlichen ohne Angst vor öffentlicher Stigmatisierung des Vereins sprechen können. Die Berater*innen erfassen systematisch alle Beobachtungen (Sprüche, Symbole, Vorfälle). [1] (https://www.mbr-berlin.de/wie-wir-beraten/)
2. Deuten (Lokaler Fokus & Umfeldanalyse)
Hier setzt die spezialisierte Analysearbeit der MBR an: [1] (https://www.mbr-berlin.de/en/beispiele-fuer-beratungen/), [2] (https://www.mbr-berlin.de/wie-wir-beraten/)
Szenekenntnis einbringen: Die MBR gleicht die Namen und Symbole mit ihrer eigenen Berliner Monitoring-Datenbank ab. Sie stellt fest, dass zwei der neuen Sportler einer bekannten regionalen, extrem rechten Jugendgruppierung angehören. [1] (https://www.mbr-berlin.de/)
Strategie der Akteure durchschauen:
Die MBR erklärt dem Vorstand, dass es sich um eine gezielte Raumnahme und Rekrutierungsstrategie im Kiez handelt.
Ressourcen-Check: Gemeinsam wird analysiert, welche rechtlichen Grundlagen (Vereinssatzung, Hausrecht) und internen Verbündeten (engagierte Trainer*innen, Eltern) der Verein bereits hat. [1] (https://mobit.org/materialien/ratgeber-und-praxismaterial/), [2] (https://www.mbr-berlin.de/wie-wir-beraten/)
3. Handeln (Entwicklung passgenauer Strategien)
Die MBR diktiert keine fertigen Lösungen, sondern leistet Hilfe zur Selbsthilfe. Gemeinsam werden konkrete Maßnahmen erarbeitet: [1] (https://www.mbr-berlin.de/wie-wir-beraten/)
Sofortmaßnahme (Hausrecht): Die MBR unterstützt den Verein dabei, eine rechtssichere Ausschlussklausel für Veranstaltungen und das Vereinsgelände zu nutzen, um die Akteure bei weiteren Vorfällen sofort des Hauses verweisen zu können. [1] (https://mobit.org/materialien/ratgeber-und-praxismaterial/)
Langfristige Absicherung (Satzungsänderung): Es wird eine Formulierung für die Vereinssatzung erarbeitet, die rassistisches und demokratiefeindliches Verhalten explizit mit dem Vereinsausschluss bedroht.
Qualifizierung: Die MBR führt einen Workshop für alle Trainer*innen durch, um sie im souveränen Umgang mit Sprüchen in der Kabine zu schulen. [1] (https://www.mbr-berlin.de/en/about-the-mbr/), [2] (https://www.mbr-berlin.de/)
Das Ergebnis
Der Verein erlangt seine Sprech- und Handlungssicherheit zurück. Die rechtsextremen Akteure ziehen sich zurück, da sie merken, dass der Verein positioniert ist und keinen ungestörten Raum für ihre Propaganda bietet. [1] (https://www.mbr-berlin.de/ueber-die-mbr/), [2] (https://www.mbr-berlin.de/)
Möchtest du mehr darüber erfahren, welche rechtlichen Hürden (z. B. beim Vereinsrecht) in solchen Fällen oft gelöst werden müssen, oder möchtest du das Fallbeispiel auf einen anderen Bereich (wie eine Schule oder eine Bezirksverwaltung) übertragen?
Unter der Leitung von Bianca Klose entwickelte sich der Sport – und insbesondere der Amateurfußball – zu einem der strategischen Kernfelder der zivilgesellschaftlichen Interventionsarbeit in Berlin. Ihr Ansatz basierte darauf, Sportvereine nicht als unpolitische Inseln zu betrachten, sondern sie aktiv als demokratische Räume gegen rechtsextreme Einflussnahme zu stärken. [1] (https://www.mbr-berlin.de/wen-wir-beraten/beratungsfeld-sportvereine/), [2] (https://www.berliner-fussball.de/unsere-themen/gesellschaftliche-verantwortung/antidiskriminierung/partner-des-bfv), [3] (https://www.berliner-fussball.de/mehr-als-fussball/news/ansicht/fuer-einen-diskriminierungskritischen-fussball-bfv-und-vdk-schliessen-umfassende-kooperation)
1. Die historische Kooperation mit dem Berliner Fußball-Verband (BFV)
Ein Meilenstein kurz vor ihrem Tod war der offizielle Höhepunkt einer jahrelangen Partnerschaft: Im Februar 2026 unterzeichnete Bianca Klose als VDK-Geschäftsführerin eine umfassende und weitreichende Kooperationsvereinbarung mit dem Berliner Fußball-Verband (BFV). [1] (https://www.mbr-berlin.de/pressemitteilung-kooperation-mbr-vdk-berliner-fussballverband/), [2] (https://www.berliner-fussball.de/mehr-als-fussball/news/ansicht/fuer-einen-diskriminierungskritischen-fussball-bfv-und-vdk-schliessen-umfassende-kooperation), [3] (https://www.berliner-fussball.de/unsere-themen/gesellschaftliche-verantwortung/antidiskriminierung/partner-des-bfv)
Institutionalisierung: Diese Vereinbarung überführte die jahrelange, lose Zusammenarbeit der MBR, von Berlin gegen Nazis und RIAS Berlin mit dem BFV in eine feste, zukunftsfähige Struktur. [1] (https://www.berliner-fussball.de/mehr-als-fussball/news/ansicht/fuer-einen-diskriminierungskritischen-fussball-bfv-und-vdk-schliessen-umfassende-kooperation)
Kloses Kernposition: Sie betonte dabei öffentlich, dass Rechtsextreme gezielt versuchen, Sportvereine als Mitglieder oder Fans zu unterwandern, um ihre Ideologie "auf und neben dem Platz" zu normalisieren. [1] (https://www.berliner-fussball.de/mehr-als-fussball/news/ansicht/fuer-einen-diskriminierungskritischen-fussball-bfv-und-vdk-schliessen-umfassende-kooperation)
Konkrete Inhalte: Ziel der Kooperation ist es, Amateurvereine, Trainer*innen und Schiedsrichter*innen durch Bildungsmaterialien, Fachtage und Qualifizierungen direkt darin zu schulen, Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus frühzeitig zu erkennen und handlungssicher zu kontern. [1] (https://www.mbr-berlin.de/pressemitteilung-kooperation-mbr-vdk-berliner-fussballverband/)
2. Beratungsschwerpunkte im Sportbereich
Unter Kloses Führung etablierte die MBR ein eigenes Beratungsfeld für Sportvereine und Fan-Szenen. Die Arbeit konzentrierte sich vor allem auf drei Problembereiche: [1] (https://www.mbr-berlin.de/wen-wir-beraten/beratungsfeld-sportvereine/)
Unterwanderung von Vereinsstrukturen: Rechten Akteuren den Zugang zu Sportvereinen zu erschweren bzw. Vereine rechtssicher bei Vereinsausschlüssen oder der Anpassung von Satzungen und Nutzungsordnungen zu begleiten. [1] (https://www.berliner-fussball.de/mehr-als-fussball/news/ansicht/fuer-einen-diskriminierungskritischen-fussball-bfv-und-vdk-schliessen-umfassende-kooperation)
Hass im digitalen Raum: Sportvereine und Spieler*innen, die sich öffentlich für Vielfalt positionieren, werden häufig im Netz attackiert. Kloses Teams entwickelten hierfür digitale Schutz- und Gegenstrategien. [1] (https://www.mbr-berlin.de/wen-wir-beraten/beratungsfeld-sportvereine/)
Vorfälle am Spielfeldrand: Beratung bei rassistischen oder antisemitischen Beleidigungen bei Turnieren sowie der Mobilisierung von Fan-Milieus für rechte Zwecke. [1] (https://www.mbr-berlin.de/wen-wir-beraten/beratungsfeld-sportvereine/)
3. Kampf gegen rechte Sportnetzwerke und Kampfsportgruppen
Ein hochaktuelles Thema, das Bianca Klose und die MBR intensiv begleitete, ist die Nutzung öffentlicher Sportinfrastruktur durch extrem rechte Gruppen. [1] (https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/19/SchrAnfr/S19-22686.pdf), [2] (https://taz.de/Rechtsextremismus-in-Pankow/!6202141/)
Die MBR positionierte sich unter ihrer Führung vehement gegen neonazistische Kampfsport-Gruppierungen (wie sogenannte „Active Clubs“), die versuchen, staatliche Sportplätze und Sporthallen in Berliner Bezirken (z. B. in Pankow) für Wehrsport- und Rekrutierungstrainings zu nutzen.
Klose forderte hierbei beharrlich ein konsequentes Durchgreifen der Behörden und Bezirksämter mittels des Hausrechts und der Anpassung von Nutzungsverträgen, da es nicht hinnehmbar sei, dass Demokratiefeinde staatliche Infrastruktur zur Vorbereitung auf politische Gewalt nutzen. [1] (https://taz.de/Rechtsextremismus-in-Pankow/!6202141/), [2] (https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/19/SchrAnfr/S19-22686.pdf)
Möchtest du nähere Details zu den Schulungsmodulen für Vereine, die aus der BFV-Kooperation hervorgegangen sind, oder interessiert dich, wie die MBR konkret beim Thema antisemitische Vorfälle im Amateursport (z. B. in Kooperation mit RIAS) agiert?
Bianca Kloses Arbeit in Bezug auf die Polizei war geprägt von einem hochprofessionellen, konstruktiven, aber in der Sache stets unnachgiebigen Ansatz. Ihr gelang es, zivilgesellschaftliche Kritik an Sicherheitsbehörden mit konkreter, institutionalisierter Bildungs- und Sensibilisierungsarbeit im Polizeiapparat zu verknüpfen. [1] (https://www.mbr-berlin.de/abschied-von-bianca-klose-stimme-gegen-rechtsextremismus/), [2] (https://www.campact.de/blog/2026/09/bianca-klose-danke-fuer-alles-nachruf/)
Ihre Aktivitäten in diesem Bereich umfassten drei zentrale Säulen:
1. Das Projekt „REGISHUT“ zur Polizeifortbildung
Unter ihrer Leitung als VDK-Geschäftsführerin wurde das spezialisierte Projekt REGISHUT ins Leben gerufen. [1] (https://www.campact.de/blog/2026/09/bianca-klose-danke-fuer-alles-nachruf/)
Zielsetzung: Das Projekt widmet sich der gezielten Sensibilisierung der Berliner Polizei im Umgang mit Antisemitismus und der Vermittlung der Perspektive von Betroffenen. [1] (https://www.regishut.de/de/topic/3.aktuelles.html)
Praktische Arbeit: REGISHUT führt Workshops, Vorträge und Schulungen für Polizeikräfte (wie den Zentralen Objektschutz) sowie an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin, wo angehende Polizist*innen ausgebildet werden, durch. [1] (https://www.regishut.de/de/topic/3.aktuelles.html)
Leitfäden: Bianca Klose zeichnete unter anderem als V.i.S.d.P. für praxisnahe Publikationen wie den Leitfaden zur Verfolgung antisemitischer Straftaten durch die Polizei Berlin verantwortlich, der Beamt*innen hilft, Vorfälle rechtssicher zu erfassen. [1] (https://www.regishut.de/kontext/controllers/document.php/8.8/5/aa9fe0.pdf)
2. Fokus auf die „Betroffenenperspektive“
Klose kritisierte oft, dass die Polizei antisemitische oder rassistische Vorfälle primär durch eine rein strafrechtliche Brille betrachte. Sie setzte sich vehement dafür ein, dass Polizist*innen im Dienst lernen, die Perspektive der Opfer einzunehmen. Ziel war es, zu verhindern, dass Betroffene bei der Anzeigeerstattung auf den Wachen das Gefühl haben, nicht ernst genommen zu werden oder eine sekundäre Viktimisierung zu erfahren. [1] (https://www.mbr-berlin.de/abschied-von-bianca-klose-stimme-gegen-rechtsextremismus/)
3. Anerkennung als „Brückenbauerin“ durch die Polizeiführung
Obwohl zivilgesellschaftliche Beratungsstellen oft im Clinch mit Sicherheitsbehörden liegen, erarbeitete sich Bianca Klose durch ihre fachliche Expertise höchsten Respekt in der Polizeiführung.
Die ehemalige Berliner Polizeipräsidentin Margarete Koppers betonte öffentlich, im Zuge der Zusammenarbeit viel von Bianca Klose gelernt zu haben. [1] (https://de.wikipedia.org/wiki/Bianca_Klose)
Klose galt als verlässliche Ansprechpartnerin, die Missstände in Behörden (z. B. rechte Chatgruppen bei der Polizei) klar benannte, gleichzeitig aber die Hand reichte, um Polizist*innen durch Fortbildungen in ihrer Alltagspraxis zu unterstützen. [1] (https://de.wikipedia.org/wiki/Bianca_Klose), [2] (https://www.campact.de/blog/2026/09/bianca-klose-danke-fuer-alles-nachruf/)
Möchtest du mehr darüber erfahren, wie der von ihr herausgegebene Polizei-Leitfaden zu antisemitischen Straftaten aufgebaut ist, oder interessieren dich Details zu den Lehrinhalten an der HWR-Polizeiakademie? [1] (https://www.regishut.de/de/topic/3.aktuelles.html), [2] (https://www.regishut.de/kontext/controllers/document.php/8.8/5/aa9fe0.pdf)
Hier ist das konkrete Beispiel für eine rechtssichere Einlassklausel (oft auch als Demokratieklausel bezeichnet), wie sie die MBR unter Bianca Klose für die Hausordnungen, Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) oder Tickethandbücher von Kultur- und Bildungsinstituten empfiehlt:
Musterformulierung für die Hausordnung / AGB
§ X Einlass- und Teilnahmeausschluss
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.
Personen, die während der Veranstaltung durch das Tragen von Kennzeichen, Symbolen oder Kleidungsmarken, die der extremen Rechten zuzuordnen sind, auffallen oder die durch Zwischenrufe, das Mitführen von Transparenten oder auf andere Weise die Veranstaltung stören oder diskriminierende Äußerungen tätigen, werden unverzüglich der Veranstaltung verwiesen. Ein Anspruch auf Rückerstattung des Eintrittsgeldes besteht in diesen Fällen nicht.
Warum diese Klausel rechtlich funktioniert:
Präzisierung des Hausrechts: Das allgemeine Hausrecht erlaubt es Eigentümern zwar grundsätzlich, frei zu entscheiden, wen sie einlassen. Im öffentlichen oder teilöffentlichen Raum (wie einem Theater) greift jedoch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Diese Klausel stellt klar, dass der Ausschluss nicht wegen Herkunft, Geschlecht oder Religion erfolgt (was illegal wäre), sondern aufgrund von konkretem Verhalten und verfassungsfeindlichen Haltungen.
Prävention: Allein das Abdrucken auf Plakaten am Eingang oder auf der Rückseite von Tickets führt laut MBR-Erfahrung oft dazu, dass Störgruppen gar nicht erst versuchen, die Veranstaltung zu kapern.
Wir haben nun Bianca Kloses Arbeit in den Bereichen Sport, Polizei, Kulturbetrieb sowie ihre politischen Kämpfe beleuchtet. Möchtest du:
Zum Abschluss noch etwas über ihre Biografie, Auszeichnungen und ihren Nachruf erfahren?
Die Perspektive wechseln und zu einem anderen zivilgesellschaftlichen Thema übergehen?
Bianca Klose erkannte ab den späten 2010er-Jahren sehr früh, dass die extreme Rechte eine strategische Verschiebung vornahm und gezielt einen „Kulturkampf von rechts“ anzettelte. Unter ihrer Leitung übertrug die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) ihren klassischen Beratungsansatz systematisch auf den Kunst-, Kultur- und Bildungssektor, um Institutionen gegen rechte Angriffe, Unterwanderung und Einschüchterung zu wappnen. [1] (https://www.deutschlandfunk.de/neue-handreichung-fuer-kulturinstitutionen-wir-befinden-uns-100.html), [2] (https://nachtkritik.de/recherche-debatte/interview-mit-bianca-klose-geschaeftsfuehrerin-der-mobilen-beratung-gegen-rechtsextremismus), [3] (https://de.wikipedia.org/wiki/Bianca_Klose)
Ihre wichtigsten Meilensteine und Aktivitäten in diesem Bereich umfassen:
1. Die Strategie gegen den „Kulturkampf von rechts“
Rechtspopulisten und Rechtsextreme griffen vermehrt Kultureinrichtungen an – sei es durch gezielte Störungen von Theateraufführungen, Einschüchterung, rechtliche Drohungen, digitale Angriffe oder politische Anträge auf Streichung von Fördergeldern für unliebsame (z. B. diverse oder antifaschistische) Projekte. [1] (https://www.deutschlandfunkkultur.de/theatermacher-gegen-rechten-kulturkampf-widerstand-statt-100.html), [2] (https://www.deutschlandfunk.de/neue-handreichung-fuer-kulturinstitutionen-wir-befinden-uns-100.html), [3] (https://tdz.de/artikel/8566c014-1ed8-403a-9eb3-d27497a924e5)
Bianca Klose bezog im Deutschlandfunk unmissverständlich Stellung: „Wir befinden uns mitten in dem Kulturkampf von rechts“.
Sie warnte vehement vor einer „vorauseilenden Unterwerfung“ oder der Illusion einer wertneutralen Komfortzone und forderte Kulturschaffende stattdessen dazu auf, mutig demokratische Haltung zu zeigen. [1] (https://www.deutschlandfunkkultur.de/theatermacher-gegen-rechten-kulturkampf-widerstand-statt-100.html), [2] (https://www.deutschlandfunk.de/neue-handreichung-fuer-kulturinstitutionen-wir-befinden-uns-100.html)
2. Wegweisende Handreichungen für Kulturbetriebe
Unter ihrer Verantwortung entstanden praxisorientierte Leitfäden, die bundesweit zur Standardlektüre für die Kulturlandschaft wurden:
„Alles nur Theater? Zum Umgang mit dem Kulturkampf von rechts“ (2019): Diese Broschüre stellte sie gemeinsam mit dem damaligen Berliner Kultursenator Klaus Lederer und dem Intendanten des Deutschen Theaters, Ulrich Khuon, vor. Sie liefert konkrete Handlungsmaximen für Theaterhäuser gegen rechte Provokateure im Saal, rechtliche Interventionen oder politische Einschüchterungsversuche. [1] (https://tdz.de/artikel/8566c014-1ed8-403a-9eb3-d27497a924e5), [2] (https://www.deutschlandfunkkultur.de/theatermacher-gegen-rechten-kulturkampf-widerstand-statt-100.html)
„Alles nur leere Worte?“: Ein analog konzipierter Leitfaden, der den Fokus spezifisch auf die zunehmende Bedrängung und Instrumentalisierung von Bibliotheken legte. [1] (https://de.wikipedia.org/wiki/Bianca_Klose)
Beratung von Museen und Gedenkstätten: Ihre Expertise floss auch in die kritische Auseinandersetzung mit rechtspopulistischen Narrativen in Museen ein, unter anderem im Rahmen von Fachvorträgen für den Berliner Museumsverband. [1] (https://www.berliner-museumsverband.de/veranstaltungen/jahrestagung21/)
3. Vernetzung und Präsenz in der Kulturszene
Klose beließ es nicht bei gedruckten Papieren, sondern suchte die direkte Debatte auf den Kulturförderbühnen und festigte weitreichende Allianzen:
Podien und Allianzen: Sie initiierte und begleitete Veranstaltungen wie „gegen Rechts: die Kunst, politisch Stellung zu beziehen“ im Ballhaus Naunynstraße, wo sie gemeinsam mit namhaften Kulturgrößen wie Amelie Deuflhard (Intendantin Kampnagel) oder Steffen Mensching (Intendant Theater Rudolstadt) Strategien entwickelte. [1] (https://ballhausnaunynstrasse.de/in-erinnerung-an-bianca-klose/)
Messerscharfe Expertise: In Nachrufen aus der Kulturszene wurde hervorgehoben, dass sie auf Podien oft den emotionalen Pathos beiseitelegte und stattdessen als absolute Fachfrau mit analytischer Klarheit aufzeigte, wie rechte Strukturen Räume besetzen wollen und wie man sie effektiv daran hindert. [1] (https://ballhausnaunynstrasse.de/in-erinnerung-an-bianca-klose/)
4. Sensibilisierung für Antisemitismus im Kulturbetrieb
Besonders in ihren späteren Jahren lenkte sie den Blick auf zunehmende Vorfälle im Kunstbetrieb. In einem Interview mit NDR Info betonte sie, dass Antisemitismus und Rassismus im Kulturbetrieb eine Dauerherausforderung darstellen, gegen die zivilgesellschaftliche Institutionen nur durch solidarisches, gemeinsames Handeln einen langen Atem beweisen können. [1] (https://www.mbr-berlin.de/mbr-projektleiterin-bianca-klose-im-interview-mit-ndr-info/)
