Andro-Zentrismus

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Geschlechter-Verhältnisse, Männer, Patriarchat, Zentrismus

Androzentrismus
in der
von bürgerlich, reaktionären Männern dominierten,
deutsch-sprachigen wikipedia

Als Androzentrismus (von altgriechisch ἀνήρ anḗr, Genitiv ἀνδρός andrós, ‚Mann‘, und „Zentrismus“)
wird eine Weltbildern, kulturellen und institutionellen Praktiken zugrundeliegende Sichtweise bezeichnet,
die den Mann als Zentrum sieht bzw. männliche Lebensmuster und Denksysteme zur Norm erklärt
und so unterschiedslose Generalisierungen von „Mann“ zu „Mensch“ trifft,[1]
verbunden mit einem Gender Bias. Andere Geschlechter,
vor allem das „Weibliche“,
werden dann als Abweichungen
und besonders gegenüber dem Allgemein-Menschlichen konstruiert.[1][2]

Es wird vermutet, dass die Ursache für diese männerzentrierte Sichtweise
nicht unbedingt negative Überzeugungen gegenüber Frauen sind, sondern vielmehr gesellschaftliche geteilte kognitive Strukturen,
die Männer als typischere Mitglieder der Kategorie „Mensch“ positionieren als Frauen.[3]
Androzentrismus wird dennoch mit Hinblick auf seine Auswirkungen als Form des Sexismus angesehen,[2][4][5][6][7]
(auch wenn er sich begrifflich davon trennen lässt[1])
und befindet sich auf demselben Spektrum wie die Misogynie.[2][4]

Die Beschäftigung mit dem Androzentrismus ist ein zentraler Bestandteil des Feminismus.