Bela Winkens

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2026

8. April 2026

verbrecherverlag
https://www.instagram.com/p/DW35fFbDUJL/
Das @boersenblatt bringt eine Meldung zum Tod der Schauspielerin und Autorin Bela Winkens,
die als kleines Kind das KZ Theresienstadt überlebte.
Zum Text: https://www.boersenblatt.net/home/bela-winkens-ist-gestorben-418953


Die Bundeszentrale für politische Bildung hat ihr Buch in Bibliotheken gebracht
Bela Winkens ist gestorben
8. April 2026
Redaktion Börsenblatt
Die Schauspielerin und Autorin Bela Winkens,
die den Holocaust im Alter von vier Jahren in Theresienstadt überlebte,
ist am 1. April in Düsseldorf gestorben.
Im vergangenen Jahr erschien ihr Buch "Brief an ihre Mutter" im Verbrecher Verlag,
der an sie erinnert:
https://www.boersenblatt.net/home/bela-winkens-ist-gestorben-418953


Bela Winkens ist tot
https://www.verbrecherverlag.de/17815-2/
https://www.instagram.com/verbrecherverlag/p/DW3f0lXDStA/
Leider müssen wir mitteilen, dass die Schauspielerin und Autorin Bela Winkens,
die den Holocaust im KZ Theresienstadt als kleines Kind überlebte, am 1. April 2026 gestorben ist.

Die Autorin und Schauspielerin Bela Winkens
gehörte zu den jüngsten der Kinder, die das Konzentrationslager Theresienstadt überlebt hatten.
Im Juni 1945 konnte sie es im Alter von vier Jahren und vier Monaten verlassen.
Zu diesem Zeitpunkt waren sowohl ihre Großeltern als auch ihre Eltern, Ursula und Walter Heymann, tot.
Ermordet 1942 und 1943 in Auschwitz.
Bela Winkens war keine zwei Jahre alt, als sie von ihrer Mutter getrennt wurde, ihren Vater sah sie zuletzt 1943.

Geboren wurde sie am 5. Februar 1941 in Berlin.
Die Eltern wussten angesichts der Deportationen der jüdischen Bevölkerung
um die Gefahren für das Kind
und brachten das Kind in Essen bei einer Halbschwester Walter Heymanns,
die mit einem „arischenMann verheiratet war, unter.
Als auch das zu gefährlich wurde, wurde das Kleinkind nach Mülheim an der Ruhr gebracht,
wo es in einer Laube versteckt wurde.
Schließlich legte der Vater,
der sich illegalerweise noch einmal ins Ruhrgebiet wagte,
seine Tochter Bela im Juni 1943 heimlich in einem katholischen Kinderheim in Bochum ab.
Als das Heim bombardiert wurde, wurde das kleine Mädchen ins hessische Waldeck gebracht,
dort lebte es zunächst als katholische Waise unter dem Namen Elisabeth.
Trotzdem wurde sie – mutmaßlich nach einer Denunziation – 1944 als Bela Heymann erkannt,
bald darauf über Berlin nach Theresienstadt deportiert.
Dort wurde sie 1945 befreit.
Die Grauen,
die sie auf ihre Odyssee und im Lager erlebte, prägten sie ihr Leben lang.

1946 nahm sie das Ehepaar Winkens,
das selbst Verfolgung durch die Nationalsozialisten erlitten hatte,
in Düsseldorf auf und adoptierte sie.
Mitte der Fünfzigerjahre spielte sie als Jugendliche
in einem Theaterstück im nahegelegenen Holland
die Rolle der Anne Frank,
nach dem Abitur schloss sie eine Schauspielausbildung in Berlin ab
und arbeitete danach als Schauspielerin auf diversen Bühnen und vor der Kamera.

Nach der Geburt ihrer Tochter zog sie sich als Alleinerziehende zunächst aus dem Theaterbetrieb zurück.
Doch spätestens Anfang der 1980er Jahre engagierte sich Bela an der Jungen Aktionsbühne in Düsseldorf,
erarbeitete Programme, in denen sie Gedichte rezitierte, auch eigene,
um an das Grauen der Nazizeit zu erinnern.
1985 las sie so etwa in Düsseldorf-Gerresheim an der Stelle der ehemaligen Synagoge
bei einer Erinnerungsveranstaltung aus Werken von Exildichterinnen und -dichtern,
nach der Veranstaltung wurde sie von Neonazis überfallen.
Es sollte nicht die einzige Attacke bleiben.
In dieser Zeit entstand auch ihr Solostück „Ich bin an der Erinnerung unheilbar krank“,
die Premiere in Düsseldorf musste unter Polizeischutz stattfinden.
Kurz zuvor war die Autorin erneut physisch angegriffen worden.
1989 strahlte der WDR einen Porträtfilm von Leonore Paurat über sie unter dem Titel ihres Theaterstücks aus.

Auf Grundlage ihres Stücks
schrieb sie Mitte der 1990er Jahre
ihre ebenso poetischen wie wütenden Memoiren
„Brief an ihre Mutter“ nieder,
die erst 2025 in einem Verlag erscheinen konnten.
Und seither großen Anklang finden.
Die Bundeszentrale für politische Bildung etwa
hat das Buch in hunderten Bibliotheken
vor allem von Gedenkstätten untergebracht,
es fanden zahlreiche Lesungen aus dem Buch statt
unter anderem mit Dilek Güngör, Manja Präkels, Anke Stelling oder Bettina Wilpert,
die der inzwischen erkrankten Autorin ihre Stimme liehen.
„Wir Juden sind in der extremen Lage, beweisen zu müssen, was uns geschehen ist.
Wir müssen in uns für die Anderen das Leid noch einmal geschehen lassen, es noch einmal erleben.
Die Opfer müssen den Tätern be- und nachweisen, was an ihnen er-litten wurde“, schrieb Bela Winkens in „Brief an die Mutter“.

Bela Winkens starb am 1. April 2026, kurz nach ihrem 85. Geburtstag, in Düsseldorf.

Nekrolog April 2026
in der
von bürgerlich, reaktionären Männern dominierten,
deutsch-sprachigen wikipedia

5. Februar 2026

verbrecherverlag
https://www.instagram.com/p/DUY3H6jDeww/
Heute feiert Bela Winkens ihren 85. Geburtstag.
Wir gratulieren!
Aus diesem Anlass wird am Sonntag ihr Buch „Brief an die Mutter“ -
die ebenso poetischen wie zornigen Erinnerungen von Bela Winkens,
die das KZ Theresienstadt als Vierjährige überlebte -
von Gabi Bauer und Peter Piro im Düsseldorfer Heinrich Heine Salon vorgestellt.
Mehr: https://heinrich-heine-salon.org
Zum Buch: https://www.verbrecherverlag.de/shop/brief-an-die-mutter/
.#verbrecherei #verbrecherverlag #belawinkens #briefandiemutter

2. Januar 2026

Überleben im Dunkel
geschrieben von Gabi Bauer und Peter Piro
2. Januar 2026
Bela Winkensʼ Weg durch die Vergangenheit
https://antifa.vvn-bda.de/2026/01/02/ossietzky-im-jahr-1915/

2025

Perlentaucher

https://www.perlentaucher.de/buch/bela-winkens/brief-an-die-mutter.html

20. Mai 2025

20. Mai 2025 |ak 715 | Kultur
»Ich bin an der Erinnerung unheilbar krank« 
Bela Winkens Biografie bearbeitet das Trauma ihrer frühkindlichen Verfolgung durch die Nazis,
vor allem aber ist es eine Trauerrede an ihre verlorene Mutter
Von Katja Leyrer
https://www.akweb.de/gesellschaft/ich-bin-an-der-erinnerung-unheilbar-krank-bela-winkens-briefe-an-die-mutter/

18. Mai 2025

Brief einer KZ-Überlebenden
An der Erinnerung unheilbar erkrankt
Bela Winkens überlebte als Kleinkind das KZ Theresienstadt.
In einem Brief an ihre Mutter
berichtet sie von Schmerz und Trauma in ihrem Leben.
18.5.2025 18:52 Uhr
Von Rosa Budde
https://taz.de/Brief-einer-KZ-Ueberlebenden/!6086335/

7. Mai 2025

Bela Winkens: „Brief an die Mutter
Gestohlene Kindheit
Von Michael Eggers
Deutschlandfunk, Büchermarkt, 07.05.2025
https://bilder.deutschlandfunk.de/61/bc/76/ba/61bc76ba-e3a4-405d-94a0-c2c52fa19e0c/bela-winkens-brief-an-die-mutter-100.pdf