Biologismus

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Biologie, Naturalismus

-ismus

Biologismus

Einige Veröffentlichungen verwenden den Begriff Biologismus im Sinne von Biozentrismus.

Biologismus (Begriffsbildung aus Biologie mit dem Suffix -ismus) bezeichnet die Übertragung biologischer Maßstäbe und Begriffe auf nicht oder nicht primär biologische Verhältnisse. Dazu gehören die einseitige oder exklusive Deutung dieser Verhältnisse anhand biologischer Betrachtungs- und Erklärungsmuster.

Der Ausdruck ist jedoch kein biologischer Fachbegriff.
Es handelt sich stattdessen um einen Begriff der Kulturwissenschaften,
der eine distanzierende Wertung der als „biologistisch“ eingeschätzten Anschauungen beinhaltet,
die als einseitig, sachfremd oder übertrieben gekennzeichnet werden sollen.
Er wird daher in gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Debatten auch abwertend oder als Kampfbegriff benutzt und kaum als Selbstbezeichnung derartiger Weltanschauungen.
Als Selbstzuschreibung bevorzugen die Vertreter entsprechender Anschauungen stattdessen oft den Begriff Naturalismus.[1]

Ob und inwieweit eine Weltanschauung „biologistisch“ ist, ist zwischen Anhängern und Gegnern solcher Positionen dementsprechend häufig umstritten.

Kategorien: Wissenschaftstheorie der Biologie

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