Christian Wulff
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evangelischer Christ mit Offenheit oder Mehr für Evangelikalismus
wiedersprüchlicher Typ konservativ, liberal, reaktionär
Christian Wulff
in der deutsch-sprachigen wikipedia
Christian Walter Wilhelm Wulff (* 19. Juni 1959 in Osnabrück)
ist ein deutscher Rechtsanwalt und Politiker (CDU).
Er war vom 30. Juni 2010 bis zum 17. Februar 2012 der zehnte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland
und trat im Zuge der Wulff-Affäre zurück.
Von dem dabei erhobenen Vorwurf der Vorteilsannahme wurde er 2014 gerichtlich freigesprochen.
Von 2003 bis 2010 war Wulff Ministerpräsident des Landes Niedersachsen und von 1998 bis 2010 stellvertretender CDU-Vorsitzender.
Heute vertritt Wulff Deutschland als früherer Bundespräsident
u. a. bei ausländischen Staatsakten wie im Jahr 2017 bei der Beisetzung des thailändischen Königs Bhumibol
oder im Jahr 2019 bei der Vereidigung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.
Er ist Vorsitzender des Stiftungsrates der Deutschlandstiftung Integration,
Präsident des Deutschen Chorverbandes sowie weiterer Organisationen im In- und Ausland.
Verbindung zu ProChrist und Arbeitskreis Christlicher Publizisten
Am Tag der Bekanntgabe von Wulffs Kandidatur als Bundespräsident am 3. Juni 2010 begann in den Medien eine kritische Diskussion über sein Amt als Kuratoriumsmitglied der missionarisch-evangelikalen Vereinigung ProChrist.
http://www.zeit.de/politik/2010-06/erzchristlich%7Ctitel=Christian Wulff: Katholik, der mit Evangelikalen kungelt|autor=Claudia Keller
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1208840/ Streit um Wulff und sein Amt bei "ProChrist"
Deutschlandradio 22. Juni 2010
Es wurde argumentiert, dass ein solches Amt nicht mit der geforderten Unabhängigkeit des Bundespräsidenten vereinbar sei.
Vom Altbischof der EKD, Wolfgang Huber, wurde Wulffs Mitgliedschaft im Kuratorium von ProChrist verteidigt,
da es sich um ein reines Ehrengremium ohne „unmittelbaren Einfluss auf Planung und Gestaltung von ‚ProChrist‘-Veranstaltungen“ handele.
Huber wertete die Kritik an Wulffs Kuratoriumsmitgliedschaft als „Parteinahme“ und die an Wulff gerichtete Empfehlung, aus diesem Gremium auszutreten, als „deplaziert und kleinkariert“.
http://www.epd.de/nachrichten/nachrichten_index_77125.html Huber verteidigt ProChrist-Engagement von Christian Wulff
http://www.webcitation.org/5vyNeCt3P 23. Januar 2011
Wulffs Auftreten beim Arbeitskreis Christlicher Publizisten (ACP) mit einem Grußwort im Jahr 2004 und einem Vortrag im Mai 2010 wurde vom Sektenbeauftragten der evangelischen Landeskirche Württemberg Hansjörg Hemminger, der den ACP für eine „Splittergruppe am äußersten rechten Rand des Protestantismus“ hält, als „politisch bedenklich“ bezeichnet.
Matthias Drobinski verwies in der Süddeutschen Zeitung jedoch darauf, dass Kultusminister Bernd Althusmann im Juni 2010 vor dem Niedersächsischen Landtag erklärt hatte, dass Wulff als Ministerpräsident beim ACP „vor allem die Ernennung der Sozialministerin Aygül Özkan verteidigt und ‚in der Kruzifixdebatte die Maßstäbe‘ zurechtgerückt“ habe. „Klug ist das nicht, zum Fundi macht das Christian Wulff aber auch nicht“, urteilte Drobinski, der die Kritik an Wulffs Verbindung zu ProChrist und ACP „dem linken und religionskritischen Spektrum“ zuschrieb.
http://www.sueddeutsche.de/politik/bundespraesident-wulff-glaube-und-amt-gott-schuetze-unser-land-1.968816%7C titel= Gott schütze unser Land] Matthias Drobinski Süddeutsche.de