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der Tichy-Komplex & der Reichs-Bürger-Komplex
Roland Tichy mit Thomas Tschammer
2026
14. Oktober 2026
32:24
Putschist?
Was hinter den Vorwürfen gegen Heinrich XIII. Prinz Reuß steckt
Tichys Einblick
14.10.2026 Tichys Einblick Interviews
https://www.youtube.com/watch?v=3-H1_3ksHgk
78526 Aufrufe (Stand 15. Oktober 2026 8.30 Uhr)
Seit fast vier Jahren sitzt Heinrich XIII. Prinz Reuß in Untersuchungshaft.
Die Bundesanwaltschaft wirft ihm und weiteren Angeklagten vor,
Teil einer terroristischen Vereinigung gewesen zu sein,
die einen Umsturz in Deutschland vorbereitet
und die bestehende staatliche Ordnung beseitigt haben soll.
Sein Verteidiger von Prinz Reuß, Thomas Tschammer,
zeichnet im Gespräch mit Roland Tichy
ein völlig anderes Bild des Verfahrens.
Reuß habe selbst keine Waffen besessen –
lediglich eine Kiste mit Jagdmunition seines Vaters –
und nach Darstellung seines Anwalts
auch nichts von einem konkreten Plan gewusst, den Reichstag zu stürmen.
Die Gruppe selbst habe keine Waffen eingeführt.
Einige Angeklagte verfügten über legale Waffen, darunter eine Jägerin.
Eine Reichstagsbesichtigung habe es gegeben –
eine Erstürmung des Reichstages sei aber nicht vorgesehen gewesen.
Tschammer spricht über die teils bizarren Überzeugungen einzelner Beteiligter:
die Vorstellung einer „Allianz“ aus Donald Trump und Wladimir Putin,
die angeblich eine Million Soldaten nach Deutschland einsickern lassen
und die Macht übernehmen würden –
unterstützt von einer außergalaktischen Allianz mit überlegenen Waffen.
Reuß selbst habe 50.000 Euro gezahlt,
um herauszufinden, ob es Tunnel gebe,
in denen Kinder gefangen gehalten würden.
Zugleich kritisiert der Anwalt die Dimension des Verfahrens:
rund 1,4 Millionen Seiten Akten,
bereits 150 Beratungstage
und eine voraussichtlich 140-tägige Hauptverhandlung.
Das Verfahren sei willkürlich auf mehrere Gerichtsorte
(Stuttgart, Frankfurt, München) aufgespalten worden.
Besonders scharf greift Tschammer den Terrorismusparagrafen § 129 StGB
und die Dauer der Untersuchungshaft an –
vier Jahre U-Haft
halte er für unverhältnismäßig
und den Paragrafen selbst für verfassungswidrig.
Was wurde tatsächlich geplant?
Welche konkrete Gefahr ging von der Gruppe aus?
Und rechtfertigen die Vorwürfe ein Verfahren dieser Größenordnung –
während vergleichbare Unterstützungsstrukturen im linken Spektrum bislang anders behandelt würden?
Darüber spricht Roland Tichy mit Thomas Tschammer.
12. Oktober 2026
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1:22:44
Das erste Interview nach vier Jahren Haft: Heinrich XIII. Prinz Reuß
Tichys Einblick
Premiere am 12.10.2026 Tichys Einblick Interviews
https://www.youtube.com/watch?v=PwFJQIznumM
622.935 Aufrufe (Stand 18. Oktober 2026)
Er soll einen Staatsstreich geplant,
eine terroristische Vereinigung angeführt
und den gewaltsamen Umsturz der Bundesrepublik vorbereitet haben.
Heinrich XIII. Prinz Reuß gilt als Kopf der sogenannten Reichsbürger-Verschwörung.
Seit seiner Verhaftung im Dezember 2022 sitzt er in Untersuchungshaft.
Ein Urteil gibt es bislang nicht.
Nun spricht Prinz Reuß erstmals ausführlich selbst über die Vorwürfe gegen ihn.
In einem exklusiven Interview mit Roland Tichy
aus der Justizvollzugsanstalt schildert er seine Verhaftung,
den Alltag hinter Gittern
und seine Sicht auf einen der aufwendigsten Staatsschutzprozesse der deutschen Nachkriegsgeschichte.
Dabei geht es um Fragen, die weit über seine Person hinausreichen:
Wie konkret waren die angeblichen Umsturzpläne?
Welche Rolle spielten die behaupteten Waffenfunde
und die angeblichen Vorbereitungen für einen Sturm auf den Bundestag?
Und wie gefährlich war die Gruppe tatsächlich?
Gab es überhaupt eine?
Prinz Reuß bestreitet, einen Staatsstreich geplant zu haben.
Stattdessen beschreibt er ein Geflecht aus Verschwörungserzählungen,
dubiosen Geschäftemachern und ehemaligen Soldaten.
Er räumt ein, selbst 50.000 Euro für die angebliche Befreiung missbrauchter Kinder
aus unterirdischen Anlagen bereitgestellt zu haben.
Heute sieht er sich als Opfer eines Betrugs.
Doch Roland Tichy fragt nach:
Warum glaubte ein erfolgreicher Unternehmer an eine geheimnisvolle „Erdallianz“,
die angeblich mit außerirdischen Mächten in Verbindung stand?
Welche Verantwortung trägt Reuß für die Menschen, die sich in seinem Haus versammelten?
Und weshalb sollte ausgerechnet er an der Spitze einer neuen deutschen Regierung stehen?
Das Gespräch führt auch zu einer persönlichen Frage:
Was macht eine jahrelange Untersuchungshaft mit einem Menschen,
der seine Familie nur unter strengen Auflagen sehen darf und nicht weiß,
ob er jemals wieder in Freiheit leben wird?
Das vollständige Interview – exklusiv bei Tichys Einblick.
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13. Januar 2026
15:17
Reichsbürger in Haft ohne Urteil: Linksterroristen werden laufen
gelassen Interview Thomas Tschammer
Tichys Einblick
13.01.2026 Tichys Einblick Interviews
https://www.youtube.com/watch?v=IuPbKlV5fPs
23.717 Aufrufe (Stand 18. Oktober 2026)
Ein linksextremer Terroranschlag erschüttert das Land Berlin:
mitten im Winter zerstört ein Brandsatz die Strom- und Wärmeversorgung für zehntausende Wohnungen.
Der regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) nennt das „inakzeptabel“;
der Generalbundesanwalt nimmt die Ermittlungen auf,
nachdem er die Terrorgruppe vorher zehn Jahre lang gewähren ließ.
Denn schon seit zehn Jahren verübt die „Vulkangruppe“ Anschläge auf die Strom-Infrastruktur Berlins.
Vermutliche Mitglieder wurden schon einmal festgenommen – und nicht bestraft.
Zu dünn war die Beweislage, laut Staatsanwaltschaft und Gerichten Berlins,
als die bekannten Linksextremisten mit Benzin, Funkgeräten und Wechselkleidung in der Nähe kritischer Infrastruktur entdeckt wurden.
„Ein Versagen der Staatsanwaltschaft“, nennt dies Thomas Tschammer.
Der Rechtsanwalt vertritt Heinrich XIII. Prinz Reuß im Terrorprozess gegen die angeblichen Reichsbürger-Putschisten um den Prinzen.
Sein Mandant sitzt nun im vierten Jahr in Untersuchungshaft;
ein Ende des Prozesses ist nicht in Sicht.
Um ihn zu verurteilen,
sollen wage Behauptungen der Staatsanwaltschaft und Stammtischparolen seiner Mitstreiter reichen.
Illegale Waffenlager existierten nicht, Putschpläne konnten bisher nicht nachgewiesen werden.
„Nicht einmal eine Fensterscheibe wurde eingeworfen“, beschreibt Tschammer die Faktenlage.
Doch der Strafgesetzparagraf 129,
der zur Jagd auf die Bader-Meinhof-Bande kreiert wurde, lässt solche Prozesse zu.
Er wird im Kampf gegen Linksextremisten nur nicht angewandt.
