Martin Zschächner

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Thüringen

brauner Staatsanwalt


Martin Zschächner
in der deutschsprachigen wikipedia

Martin Zschächner (* 1982) ist ein deutscher Staatsanwalt in Gera (Thüringen).

Er wurde im April 2019 bundesweit bekannt,
weil er nach einer Satire-Aktion 16 Monate lang gegen die Künstlergruppe Zentrum für Politische Schönheit
wegen Bildung einer kriminellen oder terroristischen Vereinigung ermittelt hatte.
Im selben Zeitraum spendete er Geld an die Partei Alternative für Deutschland (AfD).
Nach Bekanntwerden dieser Fakten wurde seine Neutralität in etlichen seiner Ermittlungs- und Strafverfahren in Frage gestellt.
Infolge der Kritik an seinem Verhalten als Jurist wurde er vorläufig von seiner bisherigen Aufgabe als Staatsanwalt für politische Strafsachen versetzt
und als Sprecher der Staatsanwaltschaft Gera abberufen.
Über mehrere Dienstaufsichtsbeschwerden und eine Strafanzeige wegen Rechtsbeugung gegen ihn wurde noch nicht entschieden.

Medienspiegel

Repression | AIB 123 / 2.2019 | 09.10.2019
Der Fall Martin Zschächner in Thüringen

Staatsanwalt Martin Zschächner setzte offenbar
nicht nur bei den Ermittlungen rund um das Zentrum für politische Schönheit
fragwürdige Maßstäbe an -
die Partei die Linke geht derzeit von bis zu 20 Verfahren aus.

Lauinger kannte Beschwerden gegen Staatsanwalt nicht
Thüringer Parlament fühlte Justizminister wegen politisch strittiger Verfahren auf den Zahn
Von Sebastian Haak, Erfurt 05.05.2019, 17:35 Uhr

Neues über den umstrittenen Staatsanwalt Zschächner,
der ein Ermittlungsverfahren gegen das Zentrum für politische Schönheit eingeleitet hatte.

„Wir nannten ihn nur den ,Jura-Nazi'”
Ein Staatsanwalt aus Gera und seine Nähe zur AfD

Die AfD hat Hochachtung vor Martin Zschächner,
der gegen das "Zentrum für politische Schönheit" ermittelte.
Linken-Politiker erstattet Strafzeige.
von Matthias Meisner
Der Tagesspiegel 10.04.2019, 12:32 Uhr

Kriminelle Vereinigung?
Der Verdacht gegen das ZPS ist vom Tisch.
Der ermittelnde und mutmaßlich AfD-nahe Geraer Staatsanwalt bekommt neue Aufgaben.

Gegen Satiriker wird zuweilen ermittelt, das muss kein Skandal sein.
Doch beim "Zentrum für politische Schönheit" ist die Sache faul.

Ist das Verfahren wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung politisch motiviert?
Linken-Politiker vermuten das.
Thüringens Justizminister widerspricht.