Walter Eucken Institut

Aus InRuR

Libertarismus

Hayek & Co

Walter Eucken Institut
in der deutschsprachigen wikipedia

Das Walter Eucken Institut e.V. ist eine gemeinnützige unabhängige
sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Forschungseinrichtung
im Umfeld der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau.
Sie wurde 1954 unter Mithilfe Ludwig Erhards gegründet
und befasst sich insbesondere mit ordnungspolitischen und -ökonomischen Fragestellungen
im Sinne des Ordoliberalismus der Freiburger Schule.
Das Institut ist benannt nach Walter Eucken,
einem der Begründer des Ordoliberalismus.
Zur Gründung trug auch Edith Eucken-Erdsiek, Euckens Witwe, bei.

Das Institut versteht sich selbst als „Kompetenzzentrum in ordnungspolitischer und ordnungsökonomischer Grundlagenforschung“.
Es publiziert Diskussionsbeiträge sowie Schriftenreihen zu ordnungspolitischen Forschungsgebieten
und befasst sich mit der Edition von Werken bekannter Vertreter der Freiburger Schule,
beispielsweise einer Gesamtausgabe der Werke Friedrich August von Hayeks.
Das Institut veranstaltet Symposien und Vortragsreihen, beispielsweise den Freiburger Aufruf Politikreform.

Im durch die Frankfurter Allgemeine Zeitung durchgeführten Ranking der deutschsprachigen Wirtschaftsforschungsinstitute,
das wissenschaftlichen Output und Einfluss in der Politikberatung berücksichtigt,
gelangte das Institut im Jahr 2013 auf den zehnten Platz und ließ damit einige deutlich größere Wettbewerber hinter sich.
(Philip Plickert und Patrick Bernau: F.A.Z.-Ökonomenranking. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 26. September 2013.)

Der Nachlass Walter Euckens wurde ebenfalls zunächst am Institut verwaltet.
Er wurde aber im Jahr 2000, während der Amtszeit
von Lüder Gerken als geschäftsführender Forschungsreferent,
an das in Frankfurt sitzende Walter-Eucken-Archiv abgegeben.
Einen großen Teil des Nachlasses von Karl Schiller
bewahrt das Institut weiterhin selbst auf.

Das Institut gehört zum liberalen Stockholm Network.

Zum 60. Gründungstag des Instituts im Januar 2014 hielt Bundespräsident Joachim Gauck die Festrede.
(Holger Schmale: Gauck lobt den Neoliberalismus. In: Berliner Zeitung vom 16. Januar 2014.)

Institutsleitung

Von 1964 bis 1970 war Friedrich August von Hayek Vorstand des Instituts, anschließend war er bis 1992 Ehrenpräsident. Auf ihn folgte Erich Hoppmann als Institutsleiter.
Von 2001 bis August 2010 hatte Viktor Vanberg die Direktion inne. Seit dem 1. September 2010 wird das Walter Eucken Institut von Lars Feld geleitet.
Der Nobelpreisträger James M. Buchanan fungierte von 2004 bis zu seinem Tod im Januar 2013 als Ehrenpräsident.

Die vollständige Liste der Vorstandsmitglieder des Instituts mit ihren Amtszeiten:

Weblinks