Narzissmus

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Egoismus, Egomanie, Selbst-Bezogenheit


Der Ausdruck Narzissmus steht alltagspsychologisch und umgangssprachlich
im weitesten Sinne für die Selbstverliebtheit und Selbstbewunderung eines Menschen,
der sich für wichtiger und wertvoller einschätzt,
als urteilende Beobachter ihn charakterisieren.
In der Umgangssprache wird eine stark auf sich selbst bezogene Person,
welche anderen Menschen geringere Beachtung als sich selbst schenkt, als Narzisst bezeichnet.[1]
Ein derartiger Gebrauch des Wortes „Narzissmus“
schließt meist ein negatives moralisches Werturteil über die betreffende Person ein.

Der Begriff steht in Verbindung mit einer Vielzahl
sehr unterschiedlicher psychologischer, sozialwissenschaftlicher, kulturwissenschaftlicher und philosophischer Konzepte.
Was genau mit „Narzissmus“ gemeint ist,
hängt dann jeweils vom betreffenden theoretischen Konzept ab.
Abzugrenzen ist die narzisstische Persönlichkeitsstörung nach ICD-10 und DSM-5.

25. Mai 2026

Politiker auf dem Egotrip
Warum politische Macht so viele pathologische Narzissten anzieht
Von Dirk Schümer Europakorrespondent
Veröffentlicht am 25.05.2026 Stand: 16:27 Uhr
Lesedauer: 8 Minuten
mit Bezahl-Schranke
https://www.welt.de/politik/deutschland/plus6a100b4eab04a3614e21fa3b/politiker-auf-dem-egotrip-warum-politische-macht-so-viele-pathologische-narzissten-anzieht.html
OHNE BEZAHL-SCHRANKE:
https://archive.ph/VrDjI

4. Juni 2026
blaetterverlag
https://www.instagram.com/p/DZITOwCG_HH/
Was treibt der AfD die Wähler:innen in die Arme?
Sicher nicht nur das Versagen der demokratischen Parteien, wie häufig behauptet wird.
Stattdessen spielen Narzissmus, Egozentrik und überzogene Ansprüche eine Rolle, schreibt Andreas Püttmann:

»Narzissmus und geringe Selbstkontrolle, Identitätskrisen, Ängstlichkeit und Aggressivität werden in der Forschung als individuelle psychosoziale Risikofaktoren für Radikalisierung und Extremismus diskutiert.

Ob Narzissmus in der Gesellschaft zugenommen hat oder nur sichtbarer geworden ist, bleibt strittig.
Doch können Soziale Medien durch Anreize zu kontinuierlicher Selbstdarstellung und Sammlung von Anhängerschaften,
die bestätigend und belobigend reagieren, gewiss narzisstische Tendenzen verstärken.

Auffällig ist jedenfalls, dass die Destabilisierung demokratischer Systeme auf den Siegeszug der Sozialen Medien folgte und dort besonders rechtspopulistische Parteien eine Dominanz erlangt haben, die ihre parlamentarische Stärke noch übertrifft.
Nicht zuletzt ist der Prototyp des an die Macht gelangten Rechtspopulisten, Donald Trump,
eine Ikone hemmungsloser narzisstischer Selbstinszenierung.«