Revisionistischer Maximalismus
Aus InRuR
Initiative Recherche und Reflexion
>>> über InRuR <<<
********
Kategorien / Kontext / Meta-Ebene / Rubriken:
Braun-Zone-Komplex
nationalistische, rechts-konservative,
salon-faschistische sowie faschistische Juden und Jüdinnen
Zionismus
in der deutsch-sprachigen wikipedia:
Revisionistischer Maximalismus
Der Revisionistische Maximalismus war eine kurzfristige jüdische faschistische Ideologie,
die Teil der Brit-HaBirionim-Fraktion des Revisionistischen Zionismus (ZRM) war.
Sie wurde von Abba Ahimeir gegründet.[1][2]
Die Vertreter dieser Richtung unterstützten das faschistische Regime Benito Mussolinis
und erstrebten die Schaffung des israelischen Staates gemäß faschistischen Grundsätzen.[3]
Sie wurde 1930 die größte Fraktion innerhalb der ZRM,
zerbrach aber nach der umstrittenen Entscheidung Ahimeirs, Nazi-Deutschland
in seiner faschistischen und antikommunistischen Haltung zu unterstützen
und gleichzeitig seine antisemitische Politik zu bekämpfen.
Angesichts der Empörung, die er auslöste, revidierte Ahimeir kurzfristig seine Position,
seine Anhänger griffen deutsche Konsulate an.
Doch die Unterstützer, die Ahimeir infolge seines Liebäugelns mit Nazi-Deutschland verloren hatte, kamen nicht zurück.
Der Maximalismus brach zusammen,
bis er 1938 unter einer neuen Führung wieder begründet wurde.[4]
Die Kennzeichnung als „Faschisten“ ist kritisch zu betrachten, da der Begriff in den Debatten der Zeit exzessiv benutzt wurde,
in den 1930er Jahren wurden sogar Sozialdemokraten von Stalin als Faschisten oder „Sozialfaschisten“ bezeichnet.
In Palästina wurden in dieser Zeit revisionistische Zionisten
von den Führern der Arbeiterbewegung oft als Faschisten bezeichnet
und die Revisionisten griffen das sozialdemokratisch dominierte Allgemeine Bündnis der Arbeit (Histadrut) und David Ben-Gurion
mit Begriffen wie „rotes Hakenkreuz“ und Vergleichen mit dem Faschismus und Hitler an.[5][6]
Brit HaBirionim
Brit HaBirionim (hebräisch בְּרִית הַבִּרְיוֹנִים Brīt ha-Birjōnīm, deutsch ‚Bund der Starken bzw. Bund der Zeloten‘)
war eine geheime, nach eigener Bezeichnung faschistische Fraktion
innerhalb des so genannten Revisionistischen Zionismus (ZRM) in Palästina,
die ihre Aktivitäten zwischen 1930 und 1933 entfaltete.[1][2]
Sie wurde von Abba Achimeir, Uri Zvi Greenberg und Joshua Yeivin gegründet.
Revisionistischer Zionismus
Der Revisionistische Zionismus ist eine bürgerliche, antisozialistische und radikale Richtung des Zionismus.
Gründer war Wladimir Zeev Jabotinsky, der sich als wahrer Nachfolger des von ihm bewunderten Theodor Herzl ansah.[1]
Die revisionistische Fraktion wollte den Zionismus,
der von Chaim Weizmanns Gedankenwelt dominiert wurde,
überprüfen und neu bewerten. Weizmann,
damaliger Vorsitzender der Zionistischen Weltorganisation,
setzte sich nach Ansicht Jabotinskys zu wenig für einen eigenen Staat ein.[2]
Die britische Entscheidung, Transjordanien vom Mandatsgebiet für Palästina abzutrennen,
wollten die Revisionisten „revidieren“.[3]
Aus dem revisionistischen Zionismus gingen verschiedene Parteien des rechten Spektrums in Israel hervor,
insbesondere die Cherut bzw. ihr Nachfolger Likud.[4][5]