Subversive Aktion

Aus InRuR

Subversive Aktion
in der deutschsprachigen wikipedia

Die Subversive Aktion war eine kleine gesellschafts- und konsumkritische Gruppe,
die von 1963 bis 1966 in München, Erlangen, Stuttgart und West-Berlin bestand.
Sie ging aus der Münchner Künstlergruppe SPUR (1958 bis 1962) hervor,
griff die Kritische Theorie der Frankfurter Schule auf
und leitete daraus provokative, nonkonformistische Aktionen ab,
um auf eine Kulturrevolution hinzuwirken
und diese symbolisch im Hier und Jetzt vorwegzunehmen.
Ihr Gründer war Dieter Kunzelmann, prominentes Mitglied war der spätere Studentenführer Rudi Dutschke.

Die Gruppe gab von 1964 an die Zeitschrift Anschlag heraus,
die ein breites Spektrum an emanzipatorischen linksgerichteten Theorien behandelte.
Dutschkes Beiträge dazu behandelten vor allem den Neomarxismus, Dritte Welt und Befreiungsbewegungen.
Im Januar 1965 nahm der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) die Westberliner Teilgruppe auf.
Mit der Trennung von Kunzelmann im April 1966 endete die Subversive Aktion.
Der SDS und die 1967 gegründete Kommune I
griffen jedoch manche ihrer Ideen und Aktionsformen auf,
so dass sie die Westdeutsche Studentenbewegung der 1960er Jahre mit beeinflusste.

Flusslandschaft 1964
Alternative Szene

archive.li Version

Personen

Christofer Baldeney (Erlangen)

Frank Böckelmann (München)

Rudi Dutschke

Rodolphe Gasché

Dieter Kunzelmann (München)

Günter Maschke

Herbert Nagel (Soziologie-Student, Beschäftigung mit Sozialutopien)

Peter Pusch (Berlin)

Bernd Rabehl

Marion Steffel-Stergar (München)