Benno-Ohnesorg-Kongress
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13. Juni 1997
Desaster war programmiert
betr.: „Wer hat Angst vorm Eier mann?“, „Der 2. Juni 97 einfach traurig“,
taz vom 2.6. 97, Leser brief dazu von Karl-Heinz Schubert, taz vom 9.6. 97
13.6.1997
https://taz.de/Desaster-war-programmiert/!3205481/
9. Juni 1997
betr.: „Wer hat Angst vorm Eier mann?“, „Der 2. Juni 97 einfach traurig“, taz vom 2. 6. 97
9.6.1997
Karl-Heinz Schubert
sowie Jens Petz Kastner, Münster
https://taz.de/betr-Wer-hat-Angst-vorm-Eier-mann-Der-2-Juni-97-einfach-traurig-taz-vom-2-6-97/!1397339/
2. Juni 1997
Wer hat Angst vorm Eiermann?
Die Spaßguerilla gegen ihre Protagonisten in Schutz nehmen - zwei Kongresse in Berlin zum 2. Juni 1967
2.6.1997
Mariam Niroumand
https://taz.de/Wer-hat-Angst-vorm-Eiermann/!1398370/
In Berlin tagte der Benno-Ohnesorg-KongreßDer 2. Juni 97, einfach traurig
2.6.1997
Jürgen Gottschlich
https://taz.de/Der-2-Juni-97-einfach-traurig/!1398357/
Artikel / Bericht über die Gegen-Konferenz "2.Juni-Konferenz"
am gleichen Wochenende im Mehringhof in der SFE
2.6.1997
Mechthild Küpper
& die Kaffeekränzchen der Waffen-SS
Kameraden, Genossen, Zeitzeugen!
Wochen-Post
Kameraden, Genossen, Zeitzeugen!
Wie sich die Altherrentreffen ähneln:
Die RAF redet wie das Politbüro
2.6.1997
https://taz.de/Kameraden-Genossen-Zeitzeugen/!1398419/
Wie sich die Altherrentreffen ähneln: Die RAF redet wie das Politbüro
"Je ne regrette rien", sang die Chanteuse Edith Piaf.
Diese hinreißend vorgetragene Lüge lieben weibliche Teenager und ältere Herrschaften.
Manche ziehen auch die Mafiaversion vor, Frank Sinatras "I did it my way".
Doch eigentlich weiß man jen- seits des Kindergartens,
daß das gelebte Leben eine Menge mit sich bringt, das man bereuen kann und soll.
Nur, wie soll man es sagen? Und wem kann man das offen mitteilen?
Der Öffentlichkeit offenbar nicht.
Der arme Günter Schabowski hat es versucht, und alle hassen ihn dafür.
Er nannte Idee und Ausführung der DDR gut berlinerisch: "Scheiße".
Immerhin. Vor Gericht steht er trotzdem.
Kinder kriegt man nur mit der Androhung unmittelbarer Gewalt dazu, Geständnisse abzulegen.
Zu beichten. Selbstkritik zu üben.
Das muß man, die
Sätze von RAFlern und Stasisten im Ohr, als gesunden Instinkt bezeichnen.
Denn obwohl selbstkritische Übungen aus gutem Grund zur politischen
Nachkriegskultur Deutschlands gehören,
klingt das, was politische Täter nach der Tat sagen, meistens läppisch.
Wie hat man Filbingers Schmuddelfassung des Legalitätsprinzips "Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein" verhöhnt.
Der furchtbare Jurist fand dennoch Nachfolger. Linke.
Die verteidigen heute mit dem Satz im Ranzen DDR-Größen.
Die Kämpfer von RAF und 2. Juni brauchen keine Verteidiger mehr.
Sie haben ihre Strafen abgesessen.
30 Jahre, eine Generation später, werden sie zu Podiumsdiskussionen eingeladen,
doch was sie sagen, klingt so, wie man sich Gespräche bei Kaffeekränzchen der Waffen-SS in den 60ern vorstellt:
"Keine schäbige Distanzierung von einer für uns so wichtigen Lebensphase", sagt Knut Folkerts, der ehemalige Terrorist.
Till Meyer, 2.Juni-Mann, Stasi-IM mit Wirkungsort taz-Redaktion und Buchautor, so wird überliefert, faßt es so zusammen:
"Das einzige, was historisch übrigbleibt vom Kampf der RAF, ist der Stolz, dabeigewesen zu sein".
Heiliger Pfarrer Albertz, heiliger Schabowski!
Albertz trat zurück, nachdem Benno Ohnesorg von einem Polizisten erschossen worden war.
Schabowski fand seine eigene Fischmehlfabrik in einer hessischen Lokalzeitung.
An beide denkt man mit Respekt, an Till Meyer mit Schaudern.
Ob es die Distanzierung ist, die "schäbig" erscheint?
Oder ob grundsätzlich alle, die überhaupt für sich in Anspruch nehmen,
"wichtige Lebensphasen" erlebt zu haben, diese für sakrosankt halten?
Man beginnt zu verstehen, warum es in China als Fluch gilt, jemandem "interessante Zeiten" zu wünschen. Mechthild Küpper
taz Berlin Nr. 5242 vom 2.6.1997 Seite 24
TAZ-Bericht Mechthild Küpper
30. Mai bis 1. Juni 1997
Technische Universität Berlin Benno-Ohnesorg-Kongreß 30. Mai bis 1. Juni 1997
Nach dem Kongreß Stellungnahmen & Debatte & Pläne Pressemitteilung der trend-Redaktion vom 26. Mai Aufruhr & Revolte
Über 30 Dokumente & Texte zum Thema 2. Juni 1967
Generaldebatten
Arbeitsgruppen
Texte
Filme
Veranstaltet von:
AStA Freie Universität (Berlin), AStA Technische Universität (Berlin), RefRat Humboldt-Universität (Berlin),
Zeitschrift Kalaschnikow (Berlin), APO Archiv/Institut für Soziologie/FU (Berlin),
Zeitung junge Welt (Berlin), Zeitschrift Konkret (Hamburg),
SdS, Internetzeitung trend (Berlin), Rote Luzi (Berlin),
Initiative Sozialistisches Forum/Zeitschrift Kritik und Krise (Freiburg),
AK Ökonomie & Staat (Berlin)
https://web.archive.org/web/20260000000000*/http://infopartisan.net/archive/bok/index.html
31. Mai 2007
auf dem Podium der Abschluss-Diskussion am 31. Mai 2007
Jutta von Ditfurth alias "Jutta Ditfurth"
im Publikum der Abschluss-Diskussion am 31. Mai 2007
Rainer Langhans & Günter Langer
Wasser auf den Kopf...
des Eso-Faschisten Rainer Langhans
Nach dem Kongreß
Re: Benno-Ohnesorg-Kongress abgebrochen
http://www.infopartisan.net/archive/bok/bokn08.html
zuvor am Nachmittag kurzfristig auf die Konferenz gelegt
das Streitgespräch zur Besetzung der Redaktions-Räume der Jungen Welt am Treptower Park, zum Koschmieder-Putsch,
der Entlassung vom Chefredakteur Klaus Behnken und die Folgen
nach endlosem Rumgeeiere nahm Ivo Bosic seine Kirschtorte
und drückte sie Dietmar Koschmieder ins Gesicht,
wie sich dann später zeigte, der Gründungs-Moment der Jungle World
27.06.2007
Die Entstehung der Jungle World aus einem Streik bei der Tageszeitung junge Welt 1997
Wie man einen Dschungel pflanzt
1997 entstand die Jungle World als Ergebnis eines politischen Streiks bei der Tageszeitung junge Welt.
Eine Chronik des Streiks und der ersten Schritte in den Dschungel
Von Ivo Bozic
https://jungle.world/artikel/2007/26/wie-man-einen-dschungel-pflanzt
20 Jahre sind nicht genug »Jungle World« - der Film
Donnerstag, 18.01.2018 / 15:15 Uhr