Wolf-Gunnar Romrod
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Heimattreue Deutsche Jugend (HDJ)
Berliner CDU-Förder-Geld-Affäre
Reaktionen auf InRuR
2026
23. Juli 2026
AIB 150 - 1.2026 | 23.7.2026
Heimattreue Berliner Kulturverwaltung?
Laut eines ZEIT-Artikels vom 26. Februar 2026
ist womöglich ein früherer Protagonist
der 2009 verbotenen Neonaziorganisation „Heimattreue Deutsche Jugend“ (HDJ)
und der „Alternative für Deutschland“
Mitarbeiter der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.
https://antifainfoblatt.de/aib150/heimattreue-berliner-kulturverwaltung
Der ZEIT liegen verschiedene Hinweise vor, die den Senatsmitarbeiter Wolf-Gunnar R. und seine Ehefrau mit Organisationen der (extremen) Rechten in Verbindung bringen.
In dem ZEIT-Text werden eine personalisierte Geburtsanzeige aus der HDJ-Zeitschrift ,Funkenflug‘ von 2005,
wie etwa auch ein Wanderfahrt-Reisebericht in einer Zeitung der Karpatendeutschen aufgeführt.
Bei polizeilichen Durchsuchungsmaßnahmen der späteren Ehefrau von „Wölfi“ -
damals Liane L. aus Berlin/Mecklenburg-Vorpommern - habe die Polizei „umfassendes Schulungs- und Propagandamaterial“ gefunden. Dies sei einem Durchsuchungsprotokoll von 1999 zu entnehmen. Eine staatliche Sicherheitsbehörde habe die Frau demnach einem ,HDJ-Familienkreis Berlin/Brandenburg‘ zugerechnet.
Im Berliner Untersuchungsausschuss „Fördergeld“ war „Wölfi“ kürzlich ein geladener Zeuge, der die Umstände der Vergabe von Millionen Euro für den Kampf gegen Antisemitismus durch den ehemaligen CDU-Kultursenator aufklären soll.
2016 trat der Senats-Zeuge nach ZEIT-Informationen in die AfD ein.
Wegen deren Einstufung als rechtsextremer Verdachtsfall sei er allerdings wieder ausgetreten, ließ er mitteilen.
Wie andere (frühere) rechte Funktionäre im Berliner Senat war auch er offenbar „korporiert“.
Laut einem Bericht der der „Autonomen Antifa Freiburg“ war er „Alter Herr“ der „Sängerschaft Borussia Berlin“ und der „Sängerschaft Germania Aachen“, beide organisiert in der „Deutschen Sängerschaft“.
Ältere Presse-Informationen, die sich in dem „InRuR-Wiki“ finden lassen,
erwecken den Eindruck, Wolf-Gunnar R. machte sich mit seinen etlichen Mitgliedschaften nicht nur Freunde in seinem politischen Umfeld.
Im Text des FDP-Politikers Hans-Joachim Josewski in der rechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“ vom 18. Mai 2001 („Liberale Rechte sorgen für frischen Wind“) wurde dessen angebliche Doppelmitgliedschaft in einem (rechten) FDP- und gleichzeitig einem CDU-Ortsverband beklagt, er sei zudem halbtags bei einer „Senatsbehörde“ beschäftigt gewesen. Der Text blieb nicht folgenlos, denn der Deutsche Presserat rügte die Zeitung für den Hinweis, der genannte Multifunktionär sei zudem ehemaliger Angehöriger der neonazistischen „Wiking Jugend“ und möglicherweise sogar ein Spitzel des Verfassungsschutzes gewesen. Dieser Extra-Hinweis sei ein Verstoß gegen den Pressekodex und eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts gewesen.
In Berlin gab es bereits ähnliche Fälle von Beamten aus völkisch geprägten Familien, etwa einen Oberstaatsanwalt aus Brandenburg (Havel), siehe AIB Nummer 146.
26. Februar 2026
Fördergeldaffäre in Berlin
Aus der NS-Jugend in den Berliner Kultursenat?
Wurden Projekte gegen Antisemitismus korrekt gefördert?
Um das zu klären, wollen CDU und SPD ausgerechnet einen Zeugen anhören,
der in Neonazikreisen verkehrt haben soll.
Von Luisa Hommerich, Astrid Geisler und Andrea Röpke
26. Februar 2026, 13:40 Uhr
https://www.zeit.de/feuilleton/2026-02/foerdergeld-affaere-berlin-kultursenat-rechtsextremismus-antisemitismus
2001
18. Mai 2001
Junge Freiheit , 18.05.2001
FDP Berlin: Der Streit unter den Hauptstadt-Liberalen
ist wieder in vollem Gang / Rechte gewinnen vor Parteigericht
Liberale Rechte sorgen für frischen Wind
...Ein weiteres Mitglied wurde von Rexrodt der Doppelmitgliedschaft überführt.
Wolf-Gunnar Romrod gehörte einem rechten FDP- und gleichzeitig einem CDU-Ortsverband an.
Romrod soll auch der inzwischen verbotenen Wiking Jugend angehört haben
und ist heute halbtags bei einer Senatsbehörde beschäftigt.